Kneipp Blogger - Event Teil II

*Werbung*

Den zweiten Teil des Kneipp Blogger Treffens möchte ich natürlich nicht vorenthalten.

Am Sonntag ging es direkt nach dem Frühstück mit unserem Oldtimerbus zur Saline "Luisenhall", dort stand das Thema WASSER auf unserem Programm.

Bis dahin hatte ich von dieser Saline noch nichts gehört im Norden, es war auf jeden Fall wirklich sehr interessant. Ich esse sehr gern verschiedene Salze und merke schon gewisse Unterschiede.


Ich habe eine Weile überlegt, wie ich euch das Verfahren der Salzgewinnung in Luisenhall am besten erklären kann. Wir hatten eine sehr informative Führung bekommen, aber es dann mit eigenen Worten verständlich darzustellen, ist nicht immer ganz leicht. Auf der Suche nach Fakten und Zahlen bin ich auf einen Online Artikel im Göttinger Tageblatt von Rainer Wagner gestoßen, den ich mir erlaube hier zu zitieren:

 

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Salz: Meersalz, das durch natürliche oder technisch animierte Weise durch Verdunstung entsteht. Steinsalz, das unter, meist aber nicht nur unter Tage abgebaut wird. Und Solesalz, also in Wasser gelöstes. In Göttingen ist diese Salzwasserlösung auf natürlichem Wege entstanden. Anderswo treibt man zwei Rohre in die unterirdischen Lager, pumpt Wasser hinein und holt das salzige Wasser wieder nach oben. Dann wird es in einem Vakuumkompressionsverfahren zu Salz verarbeitet – dabei geht viel verloren. Dafür setzt man „Rieselhilfen“ zu, die das Salz trocken halten sollen (das gute, alte Reiskorn im Salzstreuer hat ausgedient). Salzstreuer wie Rieselhilfen sind für Feinschmecker aber tabu. Die bevorzugen Salzmühlen oder besser: Schalen für Fingersalz.

In Luisenhall steigt die Sole fast von allein bis nach oben, nur die letzten 60 der rund 460 Meter wird sie von einer Pumpe befördert. Dann läuft sie über eine Belüftung, an der sich eisenhaltige Mineralstoffe rötlich ablagern; es sieht wie ein bizarres Tropfsteingebilde aus. Die Sole fließt über einen Absetzbehälter in ein Becken, das 250 Kubikmeter fasst. Von diesem Holztrog wird die Sole in eine der beiden Siedepfannen aus Kesselblech geführt. Darunter lodert Steinkohle; für 1000 Kilogramm Salz benötigt man 400 bis 450 Kilogramm Kohle. Das Siedebad wird auf 67 bis 72 Grad Celsius erhitzt. Mechanische Schieber bewegen die Salzlösung, sie wird zusammengeschoben, und was diese Räker nicht erfassen, das wird von Hand bewegt. An der Oberfläche entstehen erste Kristalle. Die matschige Salzpampe wird in eine Zentrifuge gepumpt und mit heißer Luft getrocknet. Dann läuft die Masse über ein Rüttelsieb, damit das Salz nach seiner Körnung sortiert wird. Zwei Dauermagneten schweben über den Förderbändern, sie sortieren Eisenplacken aus.

Jetzt wird das Natursalz noch verpackt. Auch das passiert, wie das meiste bei den 17 Angestellten in Luisenhall, in Handarbeit. In der Packabteilung sieht man Salz in Haushaltsmengen, in kleinen Säcken und in großen Plastiksäcken, die immerhin 850 Kilo fassen. Sie gehen zur Firma Kneipp, für Badesalz wird ein knappes Drittel der Jahresproduktion genutzt. Weitere Abnehmer sind Sauerkrautfabriken, Biokäsereien, handwerklich arbeitende Schinkenpökler oder Aalräucherer. Der Rest geht mit steigenden Anteilen an Feinschmecker. Man findet Luisenhaller Salz in Naturkostläden, in manchen Supermärkten der Umgebung – und an der Tafel des Bundespräsidenten. Der Chefkoch von Horst Köhler stellt ausschließlich Luisenhaller Salz auf den Tisch, wenn sich die Gäste beim Staatsoberhaupt einfinden. Einst galt Salz auch als Privileg der Könige. In einer Demokratie sind alle gleich. Aber nicht alle Salze.

Von Rainer Wagner


Wie ihr hier auf den Bildern sehen könnt, steht wirklich ganz viel Handarbeit in der Salzgewinnung, Verarbeitung und vor allem der Verpackung an. Man fühlt sich direkt in eine frühere Zeit zurück versetzt.

Wie ihr hoffentlich auch gelesen habt, geht sehr viel der Jahresproduktion an Kneipp für die Badesalze. Kneipp legt da sehr viel Wert auf die Qualität und dieses Salz hat eine ganz besonders hohe Aufnahmefähigkeit der wertvollen Öle durch die besondere Struktur der Salzkristalle.


Der zweite Programmpunkt an diesem Samstag war BEWEGUNG und WASSER. Dazu sind wir gemeinsam einen Barfußpfad in Nienhagen durch den Wald entlang gewandert.

Ich gehe sehr gern, viel und oft Barfuß, aber hauptsächlich zuhause, im Haus oder im Garten.

Durch den Wald bin ich bisher noch nie barfuß gelaufen, es war eine sehr schöne und neue Erfahrung. Zum Picknick habe wir von unserem Hotel Verpflegung bekommen und schon ging es unter Anleitung einer Waldpädagoging mit einer Praktikantin los.

Es gab mehrere Stationen mit den verschiedensten Untergründen, auch schon mal mit verbundenen Augen...

Besonders lustig waren aber die Schlammlöcher, man fühlte sich direkt zurück in die Kindheit versetzt.

Bei unserem Picknick-Zwischenstopp haben wir mit Ton noch ein paar Bäume etwas Leben eingehaucht, wer wollte, konnte sie mit Gesichtern verzieren, die nächsten Besucher werden sich sicher beobachtet fühlen ;)

Hier auch wieder einige Fotos zum ansehen für euch, wieder teils von mir und teils von Sven Spiegel.

Anschließend ging es mit dem Bus zurück zum Hotel. Ein wenig frisch machen und Kaffeepause. Dann bekamen wir die Möglichkeit zu einem kleinen Fotoshooting für ein paar schöne Fotos von uns jeden.

Das Abendessen nahmen wir dann gemeinsam im Hotel ein.

Es gab eine sehr cremig leckere Kürbissuppe und zum Hauptgang Rindfleisch mit Polenta. Hört sich erstmal nicht so spektakulär an, war aber wirklich super lecker, zart und gut gewürzt. Der Nachtisch - Panacotta mit Pflaumenkompott war ein Gedicht.

Ein Gedicht war aber auch das Unikum einer Top-Bedienung. Sie brachte uns alle zum Lachen und hatte wie wir sicher auch ihren Spaß an diesem netten Abend. Vielen Dank nochmal an das Hotel-Team.


Ich habe gedacht dieses Treffen in zwei Teile zu schreiben, aber ich denke, es ist besser den Rest in einem drittel Teil vorzustellen. So lange Berichte mag dann bestimmt keiner gern lesen..

Also bis ganz bald zum Teil III

Und wer den Teil I sucht... hier lang gehts ;)


Dieser Beitrag des Kneipp ViP Autoren Treffens 2017 wurde möglich durch die Einladung der Kneipp GmbH. Die Kneipp ViP Autoren sind eine Community von Bloggern und Produkt-Testern, die kostenlose PR-Sample für Produkt-Tests von der Kneipp GmbH erhalten. Hier gezeigte Produkte wurden im Rahmen eines Events von der Kneipp GmbH ausgestellt. Eine Berichterstattung erfolgt ohne Auftrag, Anweisung und Honorierung durch die Kneipp GmbH. Für den Inhalt der Beiträge bin ich als Autor verantwortlich.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    David (Dienstag, 31 Oktober 2017 08:50)

    Das ist ein toller Blog. Vielen Dank dafür.